Depression

Studien zu Folge erkranken ca. 1/5 aller Personen irgendwann im Lebensverlauf an einer Depression. Das Störungsbild der Depression zählt weltweit zu den häufigsten überhaupt.

Fast jeder Mensch erlebt hin und wieder vereinzelte depressive Symptome wie Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit, z.B. in Zusammenhang mit belastenden Ereignissen, Erkrankungen oder sozialen Stresssituationen.

Von einer Depression im klinischen Sinne spricht man jedoch erst, wenn die Symptome eine bestimmte Zeitdauer und Intensität erreichen.

Symptome einer Depression sind vielschichtig und treten auf mehreren Ebenen auf:

  • Emotionale Ebene:
    Traurigkeitsgefühle, Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit, Verzweiflung, Reizbarkeit, Gefühl einer inneren Leere
  • Kognitive Ebene:
    Grüblerische Gedanken, Pessimismus, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten, Zweifel an sich selbst und den eigenen Fähigkeiten und/oder dem Äußeren
  • Körperliche Ebene:
    Energielosigkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen, innere Unruhe, Appetitlosigkeit

Burnout

Der deutsch-amerikanische Psychoanalytiker Herbert  J. Freudenberger beschrieb erstmals 1974 mit Burnout einen Zustand chronischer körperlicher und emotionaler Erschöpfung, Motivationsverlust und Leistungsunzufriedenheit. Häufig entwickelt sich ein Burnout-Syndrom schleichend und wird von Betroffenen oft selbst lange nicht wahrgenommen. 

Die Symptome eines Burnout sind vielschichtig und vielfältig:

Zunehmender Ärger, verstärkte Gewaltbereitschaft,  Äußerung von heftiger und häufiger Kritik, Vernachlässigung eigener Bedürfnisse, vermehrte Benutzung von Stimulantien oder Alkohol-missbrauch, Vernachlässigung sozialer Kontakte im Familien-und Freundeskreis, Rückzug aus früheren Hobbies.

Ein erstes und deutliches Anzeichen auf Vorliegen eines Burnout ist es, trotz genügend Schlafstunden keine regenerierende Wirkung zu verspüren. Betroffene gewinnen zunehmend den Eindruck, dass alles schwer  ist und die Verrichtung alltäglicher Dinge immer mühevoller wird.

Unbehandelt kann ein Burnout in verschiedene Erkrankungen wie beispielsweise einer Depression oder einer psychosomatischen Erkrankung münden. 

Kinderwunsch

Ein unerfüllter Kinderwunsch stellt eine große psychische Belastung für beide Partner dar. Oftmals wird dieses persönliche Thema vor Dritten verheimlicht und es leidet nicht nur die Partnerschaft, sondern auch weitere soziale Kontakte darunter.

Über psychische Risiken von künstlichen Befruchtungsmöglichkeiten wird derzeit noch kaum aufgeklärt. Betroffene Paare beschreiben Gefühle von Angst, Hoffnungslosigkeit und neben dem Verlust von Privatsphäre das Gefühl, Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren.

Dem Entschluss für ein Pflegekind oder einer Adoption gehen oftmals langwierige Prozesse voran. In einer psychologischen Beratung können alternative Bewältigungsstrategien der Kinderlosigkeit  entwickelt werden.

Partnerschaft

In allen wissenschaftlichen Umfragen zur Lebenszufriedenheit stehen Liebe, Partnerschaft und Familie als zentrale Faktoren des Wohlbefindens im Vordergrund. Eine erfüllende Partnerschaft ist somit eine der wichtigsten Quellen für Lebensfreude und psychische Stabilität.

Scheidung, Trennung oder chronische Partnerschaftskonflikte beeinflussen die psychische und körperliche Gesundheit aller Familienmitglieder negativ. Niedrige Beziehungsqualität steht zudem in hohem Zusammenhang mit psychischen Störungen.

Ist ein Partner an einer psychischen Störung erkrankt, kann der andere Partner im Rahmen einer Paarberatung den Behandlungsverlauf positiv beeinflussen. Symptomatik und Behandlung der Erkrankung können von beiden besser verstanden werden. Bestimmte Verhaltensweisen des Paares, die mit dem Erkrankungsverlauf in Zusammenhang stehen, können in einer gezielten Paarintervention verändert werden.